| 22.06.2006 - Ein Leben ohne Dackel lohnt nicht |
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Grenzland-Nachrichten vom 22.06.2006 - Online-Version „Ein Leben ohne Dackel lohnt nicht"Bracht/Grenzland. Sicher, man kann auch ohne einen Teckel („Dackel“ genannt) leben. „Doch es lohnt sich nicht!“ Das meinen jedenfalls die knapp 100 Mitglieder der Gruppe Brüggen-Bracht im Deutschen Teckelclub. In der Tat ist das Leben mit dem kurz- und etwas krummbeinigen Vierbeiner weitaus lebendiger, schwungvoller, fröhlicher, abwechslungsreicher und aufregender, als wenn man ohne ihn die irdischen Jahre hinter sich bringt. Ein Dackel fügt sich gut in die Familie ein, benötigt gleichwohl einen konsequenten Erzieher und menschlichen Leitwolf. Und dass ein Dackel nicht gehorcht, das gehört in die Fabelwelt, denn er lernt seine Lektionen ebenso rasch und gut wie andere Hunde. Und seine Herkunft als Jagdhund hat ihm viel Kondition und Bewegungsfreude mit auf seinen Dackelweg gegeben. Es ist Sonntagmorgen und Auto auf Auto bewegt sich in Richtung Gewerbegebiet Bracht, bzw. Übungs-und Clubgelände am Amersloher Weg. Rund 5.500 Quadratmeter sind eingezäunt in verschiedene Bereiche. Hier ist sie also, die fast einmalige „Tierwelt“ für die Dackel des Grenzlandes, des Nieder- und Mittelrheins, für die Dackelfreunde aus den benachbarten Niederlanden und sogar aus Belgien. Ausbilder Jochen Roth (76) ist ein „alter Hase“ als Übungsleiter. Ein halbes Dutzend Dackel steht sozusagen „in Reih und Glied“, um die Kommandos von Roth auf-und anzunehmen. Sitz, Platz, bei Fuß gehen. Slalom laufen. Übungsstunden für die Begleithundepüfung. Doch es werden auch jagdliche Übungen für die Schweißprüfung durchgeführt auf dem herrlichen Gelände. Es sind fast nur Dackel anwesend, doch auch ein Westhighland-Terrier, der sogleich auffällt. Lilli, der 15 Monate als Dackel von Gisela Funken aus Leuth, hat rasch alles verstanden und setzt es um. Da darf dann das obligatorische „Leckerchen“ nicht fehlen. „Soziales Verhalten ist wichtig für die Hunde“, so Vorsitzender Addi Neuhoven aus Kerken, der den Club seit einigen Jahren führt. Teckelgerechte Agility-Übungen (Hundesport) werden vorbereitet, denn auch wenn der Dackel ein kleiner Hund ist. Er braucht Bewegung. Rund zwei Stunden am Tag sollte ein ausgewachsener Dackel schon „auf Achse“ sein. Doch damit das Zusammenleben von Frauchen und dem Dackel auch abwechslungsreich ist, hat der Verein in den zurückliegenden Jahren ein Programm entwickelt, das von Zwei- und Vierbeinern begrüßt und angenommen wird. Rosi Neuhoven, die im Club unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, ist zusammen mit den Vorstandskollegen stolz auf das Angebot des Clubs. Ebenso von der fast einmaligen Lage. Die Öffnung des ehemaligen Depots, rund 300 Meter hinter dem Clubgelände, war ein wahrer Glücksfall für den Teckelclub. Inzwischen hat Jochen Roth seine Lektionen rübergebracht und lädt ein zum tollen, toben und spurten. „Das muss sein, das gehört dazu“, so Roth. Während die Vierbeiner noch ihre schnellen Runden drehen, lockt das Clubheim mit duftendem Kaffee und schmackhaftem Kuchen, aber auch mit Erste-Klasse-Sitzen von der Bundesbahn, an die der Club günstig herangekommen ist und so für ein ganz besonderes Flair im Heim sorgt. Mit einer Veranstaltung der besonderen Art hat der Club vor Jahresfrist und auch in diesem Jahr bereits den Privat-Sender RTL nach Bracht gelockt: Das Dackelrennen. Unser Kommentar:Eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe Brüggen-Bracht. Herzlichen Glückwunsch ! |




